Der italienisch-schweizer Dirigent Francesco Cagnasso zählt zu den vielversprechendsten jungen Orchesterleitern seiner Generation. Von Januar 2024 bis Juni 2025 war er Assistant Conductor von Michael Sanderling beim Luzerner Sinfonieorchester, wo er wertvolle künstlerische Impulse sammelte und eng in die musikalische Arbeit des Orchesters eingebunden war.
Bereits früh arbeitete Francesco Cagnasso mit zahlreichen renommierten Orchestern im In- und Ausland, darunter das Orchestra della Svizzera Italiana, das Danish National Symphony Orchestra, die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, das Sinfonieorchester St. Gallen, die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin, die Hamburger Symphoniker, das Göttinger Symphonieorchester, die Bodensee Philharmonie, das Thessaloniki State Symphony Orchestra sowie die Martinů Philharmonic Orchestra. Zukünftige Engagements führen ihn unter anderem zum Musikkollegium Winterthur.
Auch im Musiktheater ist Francesco Cagnasso vielseitig tätig. Zu seinen jüngsten Produktionen zählen Benjamin Brittens Peter Grimes (2025) sowie Bohuslav Martinůs Zweimal Alexander und Messertränen. Darüber hinaus dirigierte er Operetten- und Musiktheaterwerke wie Im weißen Rössl, Gräfin Mariza, Der Zigeunerbaron und Die Herzogin von Chicago.
Von 2022 bis 2024 war Francesco Cagnasso Assistent von Michael Francis bei der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Weitere wichtige Assistenzen führten ihn zu François-Xavier Roth beim Gürzenich-Orchester Köln (2022 – Momentum: Our Future, Now) sowie zu Kent Nagano in Hamburg.
Bei internationalen Wettbewerben machte er mehrfach auf sich aufmerksam: Beim German Conducting Award 2025 erreichte er das Halbfinale, beim Malko Competition for Young Conductors 2024 das Achtelfinale sowie beim IX. Jorma Panula International Conducting Competition 2024 ebenfalls das Halbfinale. Von 2021 bis 2023 war er Stipendiat des Forum Dirigieren des Deutschen Musikrats.
Francesco Cagnasso besuchte Meisterkurse unter anderem bei Jaap van Zweden (Menuhin Festival Gstaad), Daniele Gatti, Michael Sanderling und Tomáš Netopil.
Seine dirigentische Ausbildung schloss er 2024 mit einem Masterstudium in Orchesterleitung an der Zürcher Hochschule der Künste bei Johannes Schlaefli und Christoph-Mathias Mueller ab. Zuvor studierte er an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Ulrich Windfuhr.