Manuel Oswald

Manuel Oswald

Manuel Oswald

Die Arbeit des Schweizer Dirigenten Manuel Oswald ist geprägt von gelebtem Zuhören, feiner Kommunikation und einem tiefen Verständnis für musikalische Prozesse – Qualitäten, die aus seiner langjährigen Erfahrung als professioneller Kammermusiker erwachsen sind. Er wuchs in der Romandie auf und lebt heute in Zürich. Er studierte Geige und Kammermusik unter anderem bei Rainer Schmidt, Walter Levin und dem Hagen Quartett in Basel und am Mozarteum Salzburg und später an der Zürcher Hochschule der Künste, wo er seine Dirigierausbildung (MAS) bei Johannes Schlaefli absolvierte. Besonders prägend waren die Arbeit mit Sir András Schiff an einer ganzheitlichen Werkbetrachtung im Quartett sowie, im Bereich der zeitgenössischen Musik, die Arbeit unter der Leitung von Pierre Boulez als Mitglied des Lucerne Festival Academy Orchestra.

Seit 2021 widmet er sich ausschliesslich der Orchesterleitung. Heute ist er Dirigent des Stadtorchesters Luzern und des Philharmonischen Orchesters Riehen.

Er begann seine professionelle Musikerlaufbahn als Mitglied des Gémeaux Quartetts, Preisträger des ARD-Wettbewerbs 2008, und später des Merel Quartetts, beide fest verankert im internationalen Konzertleben. Begleitend unterrichtete er Kammermusik an den Hochschulen in Basel und Luzern. Als Co-Künstlerischer Leiter des Kammermusikfestivals Monuments Musicaux in Basel (2017–2023) widmete er sich intensiv innovativen Konzertformaten.

Zu den künstlerischen Höhepunkten der vergangenen Saison zählten Berlioz’ Symphonie fantastique in Basel sowie ein Grosskonzert mit über 100 Musikerinnen und Musikern im KKL Luzern, bei dem Manuel Werke französischer Komponistinnen dirigierte.

Zu den Werken und Projekten der kommenden Saison zählen Brahms’ Zweite Sinfonie gemeinsam mit einer Uraufführung von Alexander Sloendregt sowie eine Rückkehr ins KKL Luzern mit Schumanns Dritter Sinfonie und dem Volksmusik-Ensemble Ambäck.

Kammermusik bleibt dabei stets die Quelle seines künstlerischen Denkens: das Spannungsfeld zwischen Individuum und Kollektiv. Für ihn lebt die grösste Sinfonie von denselben Prinzipien wie ein Quartett, von der Qualität der Aufmerksamkeit, von Vertrauen und der Kultivierung des gegenseitigen Zuhörens.